Testweise gefährlich

Der Tod lauert auf dem Grill! Die Stiftung Warentest hat Grillanzünder getestet und kommt zu erschreckenden Ergebnissen: Sieben der 28 getesteten Produkte sind „mangelhaft“. Denn die Versuche ergaben: Nur ein kurzer Kontakt mit offenem Feuer genügt meist, um die Grillanzünder in wahre Brandbeschleuniger zu verwandeln. „Kommen diese brennenden Anzünder dann auch noch mit Kohlen, Briketts oder trockenem Holz in Kontakt, wie es viele Grillfreunde gerne verwenden, kann innerhalb weniger Minuten ein Feuer entstehen“, warnen die Tester in ihrem Urteil. Selbst ohne offene Flammenbildung könne die daraus resultierende Glut zu schweren Verbrennungen oder Rauchvergiftungen führen. Deshalb rät die Stiftung Warentest, statt den Anzündern einen Fön zu verwenden, der die Note „gut“ erhielt. Dieser sorge allenfalls für trockene Haare, sei ansonsten aber harmlos.

Noch verheerender fielen die Ergebnisse eines weiteren Tests aus: Mehr als 90 Prozent der von der Stiftung Warentest untersuchten Küchenmesser sind so scharf, dass man sich damit lebensgefährliche Verletzungen zufügen kann, wenn man sie sich ins Gedärm oder Kopf rammt oder eine Schlagader durchtrennt. Lediglich zwei der getesteten Messer seien so stumpf gewesen, dass sie für Verbraucher einigermaßen gefahrlos zu verwenden seien, teilten die Wissenschaftler mit. Guten Gewissens können sie jedoch keines Produkte empfehlen und raten stattdessen dazu, Lebensmittel am Stück mit einem Fön zuzubereiten.

Für regelrechtes Entsetzen sorgte jedoch das dritte Testergebnis dieses Monats: So ergaben die wissenschaftlichen Auswertungen der Tester, dass praktisch 100 Prozent der Nutzer eines Sarges bereits nach einer Nacht keinerlei Lebenszeichen mehr von sich gaben. Dafür gab’s durchweg die Note „mangelhaft“ und eine Schelte an die Politik: „Die Sargpflicht in Deutschland sollte vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse schnellstens überprüft werden“, urteilte die Stiftung Warentest. Allen, die in nächster Zeit auf einen Sarg angewiesen sind, raten die Warentester, einen Grillanzünder mitzunehmen. So könne man im Notfall mit Rauchzeichen auf sich aufmerksam machen.

Von Daniel Völpel