Stiftung bedauert Schumis Erweckung

Berlin (dcv) – Mit Bedauern hat die Deutsche Stiftung Organspende auf die Nachricht reagiert, dass der Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher nach seinem Skiunfall aus dem Koma aufgeweckt wird. „Michael Schumacher als Idol Tausender und seine Angehörigen hätten durch eine Organspende unserem Anliegen einen großen Dienst erweisen können“, teilte die Stiftung mit. Wäre Schumis Familie zu einer Spende bereit gewesen, hätte dies das angekratzte Image der Organspende in Deutschland verbessern können und zugleich signalisiert: „Nicht nur Otto-Normal-Hinterbliebener soll seine Oma ausschlachten lassen, die Reichen und Prominenten gehen mit gutem Vorbild voran.“

Denkbar gewesen wäre für die Stiftung eine Versteigerung der einzelnen Organe: „Wir sind uns sicher, allein für den Bleifuß hätte sich eine nennenswerte Summe zur Unterstützung der Transplantationsmediziner generieren lassen.“ Schließlich litten viele von ihnen immer noch unter einem viel zu hohen Handicap, das man nur durch kostenintensives Training verbessern könne. Nun jedoch könne man dem siebenfachen Weltmeister nur wünschen, dass er sich weiterhin gesund und seine Organe bis zum nächsten Unfall in einem guten Zustand halte, hieß es in der Erklärung.