Stich in der Karte

Ist das reizend oder sogar Grand? In Gerlingen lässt die Lokale Agenda 21 Hirsche und Contras mit Schuss und Stoß beim Skatturnier aufeinander los. Wer also sehen will, wie der Bube blank zieht, der König die Dame wimmelt oder der Bauer die Vorhand verramscht, der ist dort richtig, haben wir vom Gebenhörensagen erfahren. Denn noch dazu dient der Kartenaustausch einer in Not geratenen Gerlinger Familie. Sie erhält den Erlös des Omaspiels. Doch wer sich ein Herz fasst, um drei Kreuze zu machen, ist keinesfalls aus dem Schneider. Der hat den Stich nämlich ohne die Veranstalter gemacht: Ausdrücklich weist die Lokale Agenda alle, die Bock haben aufzutrumpfen, darauf hin, dass nach deutschen Skatregeln mit Turnierleitung gespielt wird. Und dabei lässt man allenfalls die grüne Eichel schellen. Wer an dieser Stelle nur noch Null versteht, der kommt aus der Hinterhand raus. Oder frei nach Heinz Ehrhardt: „Schach matt!“

Von Daniel Völpel