Seehofer fordert Maut für ausländische Fußgänger

München (dcv) – Nach der Pkw-Maut nur für Ausländer will der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer nun auch Fußgängern aus dem Ausland an den Geldbeutel: „Ausländische Fußgänger nutzen unsere Gehwege genauso ab wie wir“, sagte der CSU-Vorsitzende. „Aber sie beteiligen sich nicht an deren Finanzierung.“ Allein durch qualmende Socken entstehe pro Jahr ein bundesweiter Schaden von mehreren Millionen Euro. Deshalb forderte der Politiker eine spezielle Maut unter dem Namen Fersengeld. Als Tarif schlug Seehofer einen Cent pro Schritt vor – oder alternativ eine Jahresvignette für 75 Euro, die sich die Fußgänger auf die Stirn kleben müssten. Wer als Mautpreller erwischt werde, solle seine Schuhe abgeben, im Wiederholungsfall auch die Strümpfe. Einbeinige sollten hingegen nur die Hälfte zahlen.

Kritik an dem Vorschlag kam von der Opposition. Die Grünen forderten, dass diejenigen Fußgänger bevorzugt werden müssten, die mit umweltfreundlichen Antrieben unterwegs seien und weniger Kohlendioxid ausstießen. Die Linken verlangten hingegen, dass vor allem Banker und Millionäre beim Laufen stärker belastet werden müssten.