Power-Frauen

„Roxxxy“ heißt der angeblich erste Sex-Roboter inklusive USB-Buchse und Laptop. Eine US-Firma stellte die Frauen-Puppe im Frühjahr auf einer Erotikmesse in Las Vegas vor, berichtet Spiegel Online. Bewegen könne sich der Roboter zwar nicht, aber je nach Berührung sprechen. Davon haben Millionen Singles geträumt: Ein Streicheln über den Bauch, und Roxxxy haucht: „Heute nicht Schatz, ich habe Migräne.“ Ein Klaps auf den Po und sie gerät im Modus „wilde Wendy“ in Wallung: „Bring den Müll runter!“ Berherzter Griff an den BH-Verschluss: „Übrigens, morgen kommt meine Mutter zu Besuch.“ Und an den Slip: „Sie bleibt für vier Wochen.“

Roxxxy wird die Gesellschaft revolutionieren. Der Chaos-Computer-Club berichtet schon von verzweifelten Anrufen Prostituierter. Sie wollen lernen, Roboter-Viren zu programmieren. Die US-Armee hat bereits 10.000 Roxxxy-Exemplare in der Version „Domina Diana“ bestellt. Ein extra geländegängiges Fahrgestell betont ihre weiblichen Reize. Ihre Austatttung: Knebel, Handschellen, neunschwänzige Katze, 70-Millimeter-Wellholz, Schneebesen und 120-Dezibel-Keifstimme. Sie wird den Apache-Kampfhubschrauber ersetzen und soll die bärtigen Krieger am Hindukusch das Fürchten lehren. Der Hersteller steht nach eigenen Angaben außerdem unmittelbar vor der Markteinführung der Roxxxy 3.1. Mit bis an die Ohren gezogenen Mundwinkeln, Amtszimmerblick, rotem Latex-Hosenanzug sowie den Sätzen „Das muss geändert werden“, „Wir müssen hier etwas tun“ und „Die Welt muss zeigen, dass sie ihre Lektion gelernt hat“, soll sie die absturzanfällige Vorgängerversion ab 2012 im Bundeskanzleramt ersetzen.

Von Daniel Völpel