Pferde, überall Pferde!

Berlin (dcv) – Nach den Funden von Pferdefleisch in Lasagne, Gulasch und dem gehackten Tierallerlei Köttbullar erreicht der Lebensmittelskandal über falsch ausgezeichnete Bioeier und verseuchtes Futtermittel hinaus weitere Bereiche. Wie das Bundesverbraucherministerium am Abend mitteilte, haben Proben ergeben, dass 13 von 20 getesteten Soßenbindern neben pflanzlicher auch Pferdestärke enthielten. In insgesamt acht verschiedenen Haar-Extensions-Produkten wurden zudem Pferdeschwänze nachgewiesen.

Ein Sprecher des Ministeriums forderte die Verbraucher des Weiteren auf, beim Kauf von Obst aus Rumänien besondere Vorsicht walten zu lassen, da in einzelnen Lieferungen Pferdeäpfel entdeckt wurden. Das selbe gelte für rumänische Animierdamen. Hier hätten sich zuletzt die Beschwerden gehäuft, dass diese statt der verlangten Zärtlichkeiten Pferdeküsse verteilten.

Zudem wurde bekannt, dass der Unterhaltungselektronikhersteller Philips Lautsprecher zurückruft, da es sich in Einzelfällen um Pferdeboxen handeln könnte. In Brundsdorf musste ein Neubau-Wohnhaus geräumt werden, nachdem sich herausgestellt hatte, das die Arbeiter minderwertige Pferdedecken eingezogen hatten. Aufgrund der zahlreichen Vorfälle erwägt das Verbraucherministerium ein komplettes Berufsverbot für Pferdehändler. Der Plan hat allerdings einen Pferdefuß: Das Verschenken von Gäulen mit schlechtem Gebiss bliebe davon unberührt.

Vom Verzehr von Nahrung raten die Verbraucherschützer inzwischen generell ab!