Petri geil!

Ein Fischstäbchen der lustvollen Art hat ein norwegischer Fischer aufgetan: Im Magen eines Kabeljaus fand er neben zwei Heringen einen Dildo. Offensichtlich war der Fisch von diesem flotten Dreier so abgelenkt, dass er dem Lustkiller ins Netz ging. Nun steckt man zwar als Angler selbst nicht drin, aber Fragen wirft der Fang dennoch auf: Wie schlimm steht es um den angeblich so fruchtbaren Dorsch wirklich? Gibt es keine feschen Seehechte mehr, sodass der Kabeljau zum Sex-Spielzeug greifen muss? Welche Art von Rute benutzen eigentlich norwegische Fischer?

Meer fragen, keine Antworten, auch nicht für die Biologen. Denn Dorsche essen zwar bevorzugt Krustentiere, dass das Sextoy Krebs erregend wirkt, beweist der Fund aber nicht stichhaltig. Er zeigt nur, was lange bekannt ist: Schuppen wirken so abtörnend, dass ohne Stimulation die Flossen oben bleiben. Und, dass im Nordatlantik dermaßen lachse Sitten herrschen, dass der Seeteufel selbst sich in den Barsch eißen würde, wenn er darüber nicht so platt wäre wie eine Flunder auf der Scholle! So raunen nur böse Seezungen: „Da brat‘ mir doch einer ’nen Dorsch!“ Zubereitet heißt dieser dann übrigens Kabeljau Verruchte Müllerin Art.

Von Daniel Völpel