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Heuchlerei auf der Bounty

Wird gerade mal zufällig kein königliches Baby oder ein gecasteter Superstar geboren, hat Europa kurz Aufmerksamkeit für ein paar Tausend ersoffene Flüchtlinge im Mittelmeer übrig und beschließt, dass man da doch etwas tun muss. Deshalb sind nun zwei Schiffe der deutschen Marine zum Baywatch-Einsatz im Nichtschwimmer-Bereich des mare nostrum eingetroffen. Und zwar auf Kreta. Das liegt ungefähr so nah am Ersauf-Brennpunkt Lampedusa wie Monaco, ist aber nicht so mondän. Dafür können die ertrinkfesten Seenotretter sage und schreibe 350 Menschen an Bord nehmen, was ziemlich genau der Anzahl an Flüchtlingen entspricht, die ein durchschnittlicher italienischer Strandverkäufer an einem Vormittag aus dem Wasser zieht – und zwar der mit den Kokosnüssen (“Cocco, cocco, cocco bello cocco….”).

Dabei lernen die Kadetten des Einsatz- und Ausbildungsverbandes 2015 mit ihrem außerplanmäßigen Manöver als Menschenfischer immerhin die großen Zusammenhänge kennen: Deutschland braucht eine hochseetaugliche Marine, weil es seinen Wohlstand aus dem internationalen Handel speist (dies als Bundespräsident auszusprechen, wäre ein Rücktrittsgrund). Weil die dreisten Afrikaner WP_20150419_002k von diesem Handel ebenfalls profitieren wollen, indem sie versuchen Frachter ins Netz zu bekommen, nachdem ihnen die Fangflotten aus der EU alle Fische weggeangelt haben, darf die Marine am Horn von Afrika Krieg spielen, wenn das Spielzeug gerade mal funktioniert.

Denn Deutschland treibt lieber mit Nationen Handel, in denen die Piraten Anzüge tragen und statt des fertigen Produkts mit Hilfe ihres Geheimdiensts gleich die Idee dafür erbeuten – zum Beispiel die USA. Deshalb also müssen die Bundeswehrsoldaten zu Wasser als Zollersatz nun das derzeit erfolgreichste Exportprodukt Afrikas (außer Blutdiamanten, Blutelfenbein und Blutcoltan für Smartphones) von Europa fernhalten: tote Flüchtlinge. Im Vorgriff auf das Chlorhühnchen-Abkommen TTIP sollen nur frische amerikanische Tote auf den hiesigen Markt (siehe Foto) gelangen. Die sind genauso schwarz, aber von Vertretern der US-Sicherheitsbehörden fachgerecht erlegt, weniger wässrig und verblassen nicht einmal (“100% fade-resistant). Und die Reeder wollen ihre Handelsschiffe fahren sehen, statt sie zu unrentablen Rettungseinsätzen zu schicken. Bleibt nur eine Frage offen: Wie heißt doch gleich das royal baby?

Text: Daniel Völpel, Foto: Marius Völpel

Sexuelle Jogurt-Vielfalt

Was die von der NPD unterwanderten Verschwörungspraktiker nicht erzählen, was die vom russischen Geheimdienst finanzierten alternativen Lügenmedien nicht berichten – diese Seite deckt es auf: die linksschwule Umerziehung an den baden-württembergischen Schulen mit dem Bildungsplan zur sexuellen Vielfalt ist nur ein Bruchteil des schwulen Plans von Grünen(!) und Roten(!!) dieser sogenannten Marionettenregierung(!!!) aus NSA, NSU, IHK und M&Ms, ganz Baden-Württemberg schwul zu machen! Erst wurde die Milch mit schwulmachenden Genen versetzt (“homo-gen-isiert”) – und zwar mit dem Segen des Pastors (“pasteurisiert”)! Doch damit verpasste man bisher die Laktose-Intolleranten! Deshalb wird aus dem Jogurt jetzt Bigurt:

WP_20150323_002kWer ihn isst, wird mindestens so schwul, dass er auf beide Geschlechter steht – die es ja angeblich gar nicht mehr gibt (!!!!), deshalb Bigurt! Am besten mit ein bisschen Schlagsahne vermischt, die was enthält? Richtig, einen Sta-BI-lisator! Damit die neue Neigung nicht wieder weggeht! Und hinterher eine Buttermilch, weil schwule Kinder, die bei schwulen Eltern aufwachsen ja keine echte Muttermilch mehr bekommen! Fehlt nur noch, dass der Quark mit Trans-Fetten versetzt wird! Dann wird alles ein Käse.

Foto: Marius Völpel; Text: Daniel Völpel

Haltloser Zustieg

Durchsage am Bahnhof Ludwigsburg:

“Ihre nächste Reisemöglichkeit: Regionalexpress nach Karlsruhe, Abfahrt 11.33 Uhr. Heute ohne Halt in Ludwigsburg.”

Eisenbahnerstreik in seiner wohl subtilsten Form: Die Züge fahren wieder, halten aber nicht mehr an!

(dcv)

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