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Essen – das unterschätzte Verschwinden im Mund

Es ist in aller Munde, aber am Ende kommt meist nur gequirrlte Kacke dabei heraus: Essen. Rohkost, vegan, subkutan – kein Mensch isst heute mehr einfach drauf los. Zeit, den Eimer mit dem Sportler-Eiweiß-Schlonz in den Gully zu leeren und den Weber-Smoker für ganze Ochsen zurück in den Hangar zu rollen! Denn hier kommen neun Fakten über Essen, die jeder wissen sollte:

1. Schon vor mehr als 10.000 Jahren haben Menschen gegessen. Das beweisen Höhlenmalereien von Knochenfunden. Bereits damals benutzten Menschen dazu den Mund. Da die Evolution sehr langsam voranschreitet, gilt dies noch heute als geeignetste Form der Nahrungsaufnahme.

2. Kohlenhydrate, Fette, Ballaststoffe: Alle sättigen gleich gut, beziehungsweise völlig unterschiedlich – je nach Dosierung.

3. Wasser spielt beim Essen eine größere Rolle als meist vermutet. So enthält zum Beispiel gekochter Reis zehnmal so viel Wasser wie roher. Bei Pommes Frites verhält es sich nach dem Frittieren umgekehrt.

4. Rund 98 Prozent der Deutschen leben vegan – zumindest zwischen 22 und 6 Uhr. Den Rest des Tages sind sie normal.

5. Wer seinen Mentos-Brei zum Frühstück mit Cola light anrührt, verbraucht schon morgens etwa 2000 Kilokalorien, bis die Küche wieder sauber ist. Davon wird man allerdings nicht satt.

6. Die Welt der Ernährung ist eine der Extreme: Während in westlichen Ländern die Menschen hauptsächlich verschiedene Kombinationen aus 689 Labor-Substanzen verzehren, lassen die Bewohner von Entwicklungsländern das Essen häufig lieber ganz sein.

7. Fasten spielt in allen Religionen eine große Rolle, so etwas bei den Jetsetanten („Fasten your seat belt“) oder den salatfieselnden Automobislems („Fast’en the furious“).

8. Selbst die einfachsten Einzeller auf der Erde können nur mit Essen überleben. Ihre bevorzugten Gerichte: Chicken McNuggets und Doppel-Whopper.

9. Essen wird trotz allem häufig überschätzt. Fast alle Menschen führen ein zufriedenes Leben, ohne jemals in Essen gewesen zu sein.

Von Daniel Völpel

Weg in einem Zug

Älteres Ehepaar in der S-Bahn:

Er (aufgeregt): „Das kann doch gar nicht sein. Die ganzen Züge, die da runter fahren, müssen doch auch irgendwann wieder zurückkommen. Das geht doch sonst gar nicht!“
Sie: „Ha ja, stimmt schon.“
Er (noch aufgeregter): „Es gibt doch Weichen und sowas. Die müssen doch irgendwie rumdrehen können und wieder zurückfahren.“

Dabei ist dies das neue Konzept der Bahn: Jeder Zug wird einmal verwendet und am Zielbahnhof direkt geschreddert. Und zwar pfandfrei! Dafür brauchen Reisende dann nur noch Einweg-Tickets.

(dcv)

Heuchlerei auf der Bounty

Wird gerade mal zufällig kein königliches Baby oder ein gecasteter Superstar geboren, hat Europa kurz Aufmerksamkeit für ein paar Tausend ersoffene Flüchtlinge im Mittelmeer übrig und beschließt, dass man da doch etwas tun muss. Deshalb sind nun zwei Schiffe der deutschen Marine zum Baywatch-Einsatz im Nichtschwimmer-Bereich des mare nostrum eingetroffen. Und zwar auf Kreta. Das liegt ungefähr so nah am Ersauf-Brennpunkt Lampedusa wie Monaco, ist aber nicht so mondän. Dafür können die ertrinkfesten Seenotretter sage und schreibe 350 Menschen an Bord nehmen, was ziemlich genau der Anzahl an Flüchtlingen entspricht, die ein durchschnittlicher italienischer Strandverkäufer an einem Vormittag aus dem Wasser zieht – und zwar der mit den Kokosnüssen („Cocco, cocco, cocco bello cocco….“).

Dabei lernen die Kadetten des Einsatz- und Ausbildungsverbandes 2015 mit ihrem außerplanmäßigen Manöver als Menschenfischer immerhin die großen Zusammenhänge kennen: Deutschland braucht eine hochseetaugliche Marine, weil es seinen Wohlstand aus dem internationalen Handel speist (dies als Bundespräsident auszusprechen, wäre ein Rücktrittsgrund). Weil die dreisten Afrikaner WP_20150419_002k von diesem Handel ebenfalls profitieren wollen, indem sie versuchen Frachter ins Netz zu bekommen, nachdem ihnen die Fangflotten aus der EU alle Fische weggeangelt haben, darf die Marine am Horn von Afrika Krieg spielen, wenn das Spielzeug gerade mal funktioniert.

Denn Deutschland treibt lieber mit Nationen Handel, in denen die Piraten Anzüge tragen und statt des fertigen Produkts mit Hilfe ihres Geheimdiensts gleich die Idee dafür erbeuten – zum Beispiel die USA. Deshalb also müssen die Bundeswehrsoldaten zu Wasser als Zollersatz nun das derzeit erfolgreichste Exportprodukt Afrikas (außer Blutdiamanten, Blutelfenbein und Blutcoltan für Smartphones) von Europa fernhalten: tote Flüchtlinge. Im Vorgriff auf das Chlorhühnchen-Abkommen TTIP sollen nur frische amerikanische Tote auf den hiesigen Markt (siehe Foto) gelangen. Die sind genauso schwarz, aber von Vertretern der US-Sicherheitsbehörden fachgerecht erlegt, weniger wässrig und verblassen nicht einmal („100% fade-resistant). Und die Reeder wollen ihre Handelsschiffe fahren sehen, statt sie zu unrentablen Rettungseinsätzen zu schicken. Bleibt nur eine Frage offen: Wie heißt doch gleich das royal baby?

Text: Daniel Völpel, Foto: Marius Völpel

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