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Automanisch degeneriert

Dass Autos alleine fahren und deren Fahrer endlich länger zu Hause sitzen und sich noch intensiver über das Weltgeschehen in der 1. Fußball-Bundesliga aufregen können, ist nur eine Frage der Zeit. Die deutsche Flugsicherung geht nun noch einen Schritt weiter: Sie will Passagierflugzeuge wie Drohnen steuern – als Lehre aus dem missglückten ersten Direktflug von Bareclona in die französischen Alpen.

Wenn sich der Trend zur Automatisierung fortsetzt, wäre der nächste logische Schritt, die Fluggäste durch Roboter zu ersetzen – wahlweise in der Version „Selfietouri“ oder „Chief Executive Bot“. Während letzterer sich seinen Weg mittels zwei kreisender Aktentaschen bahnen und gegenüber Flugbegleitern bis zu 380 verschiedene Wünsche pro Minute äußern kann, dürfte vor allem der „Selfietouri“ für viele Menschen eine Erleichterung darstellen: Er ist in der Lage, in 46 verschiedenen Sprachen über das Essen zu meckern, die Faulheit der Einheimischen zu beklagen und mit bis zu 134 Dezibel Schalldruckpegel Erste-Welt-Standards zu fordern, während er 24 HD-Bilder pro Sekunde aufnimmt und seinen Besitzer automatisch hinein retuschiert, wie dieser eine geschützte Tierart entweder streichelt, reitet oder erschießt. Sofortiges Posting auf bis zu zwölf soziale Netzwerke inklusive. Der Mensch wiederum kann in Ruhe zu Hause bleiben und Castingshows schauen: Er erlebt alles und verpasst nichts.

Um das Leben noch mehr zu erleichtern, tüfteln Maschinenbauer bereits an Robotern, die den Menschen neben der Arbeit auch das Essen abnehmen und die selbstständig zur Toilette gehen (sitzend). Bis in 20 Jahren – so die Schätzung – muss man dann gar nicht mehr aus dem Bett aufstehen. Und kommt endlich mal dazu, die bis dahin prognostizierten 40 Fantastillarden TV-Serien auf dem Ultra-Mega-HD-550-Zoll-Bildschirm in Dolby 5D am Stück zu schauen.

Von Daniel Völpel

Birne Wilhelmine

In der Gaststätte:

Kundin: „Ich hätte gerne ein Weißbier und einen Williams mit Birne. Ach so, was ess‘ ich denn eigentlich?“
Kellner: „Die Birne!?“

Vegan wäre sie ja…

Ex-Armee zufrieden mit Ostermarsch-Beteiligung

Berlin (dcv) – Ein positives Fazit zieht die Bundeswehr nach ihrer erstmaligen Beteiligung an der Ostermarsch-Bewegung für den Frieden. Um die schwächelnde Friedensbewegung zu unterstützen, hatte sich die ehemalige Armee seit dem vergangenen Jahr darauf vorbereitet, aktiv in die Initiative für Abrüstung einzusteigen: Hubschrauber und Flugzeuge wurden aus dem Flugbetrieb genommen, die Kanonen an Panzern durch angemalte Besenstiele ersetzt.

20150408_104423tDank der Abschaffung der Wehrpflicht kann sich die Truppe zudem gezielt diejenigen Bewerber aussuchen, die zum Kämpfen ungeeignet sind. Auch die Umrüstung auf ein Gewehr, das um die Ecke schießt und damit keinen mehr ernsthaft verletzen kann, ist weitgehend abgeschlossen. Noch funktionsfähige Waffen wurden an die deutlich kampfstärkeren kurdischen Peschmerga abgegeben.

Lediglich um nicht aus der NATO zu fliegen, müsse man nach außen hin den Schein einer Armee wahren, heißt es im Verteidigungsministerium hinter vorgehaltener Hand. Tatsächlich arbeite man im Stillen daran, jedes neue Produkt für die Bundeswehr derart zu verteuern, dass sie sich bis in fünf Jahren keinerlei militärisch nutzbare Ausrüstung mehr leisten kann.

Foto: Daniel Völpel

Schweigepflicht für Politiker gefordert

Berlin (dcv) – Nach dem Absturz des Germanwings-Airbus 320 fordern Ärzte, die Schweigepflicht für unsensible Berufe wie Politiker zu verschärfen. Der Absturz von 4U9525 habe einmal mehr gezeigt, welche Gefahr…

Aus der Bildermachmaschine LXII

Der Frühling kommt, der Schilderwald treibt wieder aus! In diesem Fall wäre eine Rodung allerdings kein Fehler! Denn ab zehn Schildern pro Meter sehen die Autofahrer vor lauter Zeichen das…

Neue Angst vor Rindenwahnsinn

Berlin (dcv) – Erstmals seit mehr als 20 Jahren ist in Europa ein Fall von Rindenwahnsinn aufgetreten. Die Infektion wurde bei einem Borkenkäfer im Schwarzwald nachgewiesen. Die Seuche gilt als…

Herd am Steuer

In der Elektroabteilung: Kunde mit Küchenunterbau-Radio in der Hand: „‚Tschuldigung – für Auto?“ Verkäufer: „Nein, das ist für unter einen Schrank. Nicht fürs Auto!“ Kunde (betrachtet die Packung eingehend): „Aber…

Aus der Bildermachmaschine LXI

Jetzt Probe liegen! Testen und entscheiden Sie selbst, welches Grab zu Ihnen passt – bevor es Ihre Erben nur über Ihre Leiche hinweg tun! Foto: Daniel Völpel

Zu kurz gedacht II

Wenn angeblich alle Kollegen über den Büroverteiler ständig Sexbildchen verschicken, man selbst aber nie was bekommt – dann ist das doch Mobbing! (dcv)

Voll im Trend

Alles frisch, alles neu: Die Trends des Frühjahrs werden in dieser Woche in Paris präsentiert. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengefasst: – mager ist dieses Jahr dürr – dumm…