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FIFA führt neues Wahlrecht ein

George Town – Mit einem völlig neuartigen Wahlmodus will der Fußball-Weltverband FIFA den Nachfolger des im Sumpf der Korruption untergegangenen Sepp Blatter küren. Das teilte die FIFA heute an ihrem Sitz auf den Cayman Islands mit. Demnach soll die Wahl des Vorsitzenden am 16. Dezember erstmals nach dem sogenannten blatterschen Wahlverfahren ablaufen. Anders als bei herkömmlichen Wahlen werfen die Delegierten nicht Umschläge in Urnen, sondern die zur Wahl stehenden Kandidaten verteilen an alle Berechtigen Wahlumschläge. Wer dabei die dicksten Kuverts verteilt, gewinnt die Wahl. Den Inhalt der Umschläge werden bis zur Wahlversammlung Millionen Freiwillige weltweit zusammengetragen, indem sie Unsummen dafür ausgeben, tätowierten Affen beim Weitspucken zuzujubeln oder indem sie T-Shirts für 80 Euro kaufen, die Kinder in Bangladesch für zehn Cent nähen.

Den neuen FIFA-Präsidenten erwarten schwierige Aufgaben: So muss er Wege finden, den kriegerischen Kreml-Autokraten für die WM 2018 als lupenreinen Demokraten zu verkaufen und alle Sklaven in Katar bis 2022 auf Hartz-IV-Niveau zu heben. Als aussichtsreichster Kandidat gilt daher Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Von Daniel Völpel

Jesus war klüger

30 Grad Celsius und Zehntausende, die Deo für Teufelszeug halten – die Rede ist nicht von Rock am Ring, sondern vom Deutschen Evangelischen Kirchentag, der quasi parallel zu der Mega-Party in Mendig weniger lebensfroh, aber beseelt in Stuttgart stattfindet. Motto: Jedem, wie er’s verdient "damit wir klug werden"

Was 500 Jahre nach der Reformation ein sehr frommer Wunsch sein, wenn nicht sogar bleiben dürfte. Fast schon klug war, sich die Abkürzung DEKT zu geben, die fast genauso viel Strahlung und Sendungsbewusstsein impliziert, wie in den berüchtigten DECT-Telefonen steckt.

In den Bierzelten auf dem Cannstatter Wasen schallt es daher ausnahmsweise mal nicht „Anton, Anton“, sondern „Hosianna“. Es beginnt die Epoche des Anbiedermeier, wenn sich Politiker wie die Pastorentochter Angela Merkel und der Pastor Joachim Gauck sowie allerlei Unternehmer, die ihre christliche Nächstenliebe immer dann entdecken, wenn sie das Werksgelände verlassen haben, unters Bibelvolk mischen, um jenem die Leviten zu lesen.

Man diskutiert essentielle Fragen wie die, ob man die Jungfrauengeburt heute noch als wahr annehmen kann. Die plausibelste Variante, dass die wohl noch keine 20 Jahre alte Maria dem 80-jährigen Josef  im Jahr 1998 vor Viagra Zulassung schlicht einen Bären aufgebunden hat, wird sich – das kann man bereits vor dem Abschlussgottesdienst sagen – auch diesmal nicht durchsetzen. (Nebenbemerkung: Die katholische Kirche würde Maria aus bekannten Gründen sogar am liebsten ins Kindesalter datieren.)

Für Ärger sorgte stattdessen nur eine Gruppe von Stuttgart-21-Gegnern, die den Slogan kreierte „Jesus würde oben bleiben“. Was für Christen eine sehr gewagte Aussage ist. Denn wäre er oben geblieben, am Kreuz, dann gäbe es diese Religion nicht. Angesichts dessen, was dem Nazarener nachgesagt und in seinem Namen veranstaltet wird, würde Jesus stattdessen vor allem eines: im Grab rotieren – wenn er nicht daraus verschwunden wäre. Er wird gewusst haben, warum.

Von Daniel Völpel

NSA bittet Deutsche um deren Mails

Berlin/Washington (dcv) – Weil sich die deutschen Geheimdienste aus Sicht der USA zunehmend als unzuverlässig erweisen, geht der US-Geheimdienst NSA nun einen ungewöhnlichen Schritt: Er hat alle Deutschen aufgefordert, die Aufklärungsarbeit zu unterstützen und so terroristische Anschläge zu verhindern. Konkret sollen alle Bürger bei ihren E-Mails die NSA in den Verteiler mit aufnehmen und als CC: nsapao@nsa.gov hinzufügen. Noch mehr Terroristen könne man aufsprüren, wenn möglichst viele Menschen einmal pro Woche ihre Chats in Whatsapp und anderen Diensten ebenfalls per Mail an die Behörde übermittelten, erklärte ein Sprecher in Fort Meade (US-Bundesstaat Maryland).

Der Sprecher begründete das Ansinnen zum einen damit, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) und der Verfassungsschutz aufgrund zahlreicher Affären, Pannen und Verbindungen in terroristische Kreise nicht mehr als zuverlässige Partner gelten könnten.  Zum anderen entspreche es unter befreundeten demokratischen Staaten den Gepflogenheiten, offen mit einander umzugehen. Es sei ohnehin bekannt, dass die NSA alle Daten abschöpfe. Die Bürger sollten dies daher unterstützen, so der Sprecher weiter. Schließlich diene das der Freiheit.

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