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Forscher wollen Existenz des Gutmenschen beweisen

Mit dem modernsten Forschungsschiff der Welt, der „Sonne“, wollen Deutsche Wissenschaftler vom kommenden Jahr an selbst in den unterirdischsten Abgründen nach einer bislang nur als Phantom beschriebenen Menschenart suchen. In den zurückliegenden Jahren hatten sich immer mehr angebliche Augenzeugen an Stammtischen, in Leserbriefen und in Alt-Herren-Kolumnen gemeldet, die berichteten, sogenannte Gutmenschen gesichtet zu haben.

Der Gutmensch gilt als fehlendes Bindeglied zwischen dem Homo Phobius und der Gattung des Schlechtmenschen, zudem bislang alle lebenden Humanoiden gezählt werden. Entstanden sein soll der Gutmensch im NS-Zeitalter in Mitteleuropa möglicherweise durch negative Selektion, da versucht wurde, alle Nicht-Schlechtmenschen physisch zu bekämpfen. Die angeblichen Augenzeugen hatten zwar immer wieder von eindeutigen Merkmalen berichtet, anhand denen sie die invasive Art erkannt haben wollen. Dazu zählen fehlende Egomanie, der Blick fürs Ganze und Handlungen über den eigenen Vorteil hinaus. Ein biologisch eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zur Gattung des Schlechtmenschen konnte jedoch bislang nicht nachgewiesen werden.

Da sich viele Schlechtmenschen durch die möglicherweise eingeschleppte Art und deren höher entwickelte Moral in ihrer Existenz bedroht fühlen, sollen nun die Anstrengungen verstärkt werden, die Bioinvasoren zu identifizieren, um  Maßnahmen zu deren Abwehr zu ergreifen. Biologen vermuten, dass sich Gutmenschen vor allem im städtischen Umfeld wohlfühlen und die Siedlungsentwicklung der zurückliegenden Jahrzehnte zu deren Ausbreitung beigetragen haben könnte. Da insbesondere die Globalisierung und der weltweite Seehandel zur Verbreitung invasiver Spezies geführt haben, soll die „Sonne“ zunächst gezielt in Off-Shore-Windparks nach Gutmenschen suchen, da diese Habitate als besonders freundliches Lebensklima gelten.

Von Daniel Völpel

Aus der Bildermachmaschine LVI

Das Mercedes unter der Legasthenikern:

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWenn die weltmeisterlich sein soll, wen hat dann die Genus überfahren? Und wenn der Slogan dazu lautet:

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeißt das dann, dass Mercedes die gesellschaftlichen Bestrebungen unterstützt, das sprachliche Geschlecht abzuschaffen? Mit der neuen X-Klasse? Die Profis Profx am Steuer wird es freuen! „Das Beste oder nichts“, hmm, dann einmal nichts, bitte! Und das Händler links unten könnt Ihr ruhig noch eine Weile behalten!

Fotos: Daniel Völpel

Erstes Schwarzwald-Dorf wird zugeschüttet

Gut zwei Jahre, nachdem der baden-württembergische Vize-Ministerpräsident Nils Schmid das Ziel ausgegeben hatte, den Schwarzwald angesichts des demografischen Wandels der Natur zu überlassen, macht die erste Kommune Ernst: Der Gemeinderat der Stadt Horb (Kreis JWD) hat nun beschlossen, den Teilort Talheim mit dem Aushub des Stuttgarter Bahnhofssumpfs aufzufüllen. Den verbliebenen Bewohnern soll als Ausgleich ein Zivilisationskurs angeboten werden, um ihnen ein Leben im städtischen Umfeld zu ermöglichen.

Dazu hat das Göthe-Institut (benannt nach dem Film „Fack ju Göthe“) ein Pilotprojekt entwickelt, das bei Erfolg in allen aufzulassenden Dörfern aufgelegt werden soll. In dem Kurs lernen die Eingeborenen beispielsweise Verkehrsregeln wie Tempolimits kennen. Sie üben die Benutzung einer Fußgängerampel und erfahren, wie man sich über Sprache verständlich macht. Schritt für Schritt bereiten sie sich auf die Beschleunigung ihrer Computer und der Kommunikation vor, wenn sie in eine Gegend mit schnellem Internetzugang übersiedeln. Zusätzlich erfahren sie praktische Dinge für den Alltag – beispielsweise, dass Geschäfte vielerorts heutzutage durchgehend geöffnet haben, dass im Theater nicht nur Bauern auftreten und dass man zum Gruß nicht mehr die ausgestreckte Rechte hebt.

Diejenigen, die einen Umzug ablehnen, sollen kostenlos Vitamin D erhalten, um den Mangel an Sonnenlicht auszugleichen, der durch das Leben im Untergrund entstehen wird. Das Ministerium für Ländlichen Raum rechnet damit, dass insbesondere die Anhänger der Trendsportart „Wurzeln schlagen“ sich weigern werden, ihre Häuser zu verlassen. Auch könnten einige Talbewohner damit überfordert sein, plötzlich einen weiten Horizont zu haben. Ob der zukünftig entstehende Talheimer Forst Bestandteil des Nationalparks Nordschwarzwald wird, ist noch unklar.

Von Daniel Völpel

Aus der Bildermachmaschine LV

Wenn diese Musiker so spielen, wie sie schreiben, dann haben am Ende die Zuhörer den Bluus! Hoffentlich spielen sie wenigstens ihren größten Hit: „Einmal mit Text-Profi’s arbeiten!“ Fotos: C.Priotto/D.Völpel

USA setzen B-Waffen gegen IS ein

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Aus der Bildermachmaschine LIV

Für seinen Namen kann ja keiner was, aber was hier alles fließt, will man lieber nicht wissen. Die Gedanken für einen sinnvollen Firmenslogan sind zumindest noch im Fluss des Entstehens….

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Da könnte man sich als Konzertbesucher doch fast ärgern… Tatsächlich aber ist es von Vorteil: So muss man sich vorher nicht die ganze Werbung anschauen! Screenshot: Jenny Völpel