Nächster Halt: Mausoleum

Kim Jong Il, der Diktator von Nordkorea ist Nachfolger seines Vater Kim Il Sung auf dem Totenbett. Wie das Staatsfernsehen des landartigen Gefängnisses berichtet, starb der kriminell-korrupte Unsympathieträger mit der Fielmann-Brille und der zeitlos unmodernen Jacke während einer Zugfahrt an einem Herzinfarkt. Aufgrund dieser Störung im Betriebsablauf hatten alle nachfolgenden Züge voraussichtlich 60 Minuten Verspätung.

Thronfolger des begeisterten Atombombenbastlers und Leuteschinders ist dessen Sohn Kim Jong Un. Ganz Nordkorea bereitet sich nun auf den ehrenvollen Leichenschmaus für Kim Jong Il vor: Tausende kratzen den Staub von den Straßen, um daraus leckere Bratensoße zu kochen. Hunderte gemästete Ameisen wurden geschlachtet, Kakateen – gegart eine Spezialiät des Landes – sind ausverkauft.

Die Deutsche Bahn AG reagierte dagegen entsetzt auf die Tatsache, das der Staatschef während einer Zugfahrt starb. Der Zug sei dennoch das sicherste Reisemittel, sagte ein Konzernsprecher in Berlin. „Man darf sich nur nicht aufregen.“ Dem Deutschen Staatspräsidenten Christian Wulff riet er daher, in den kommenden Tagen auf Bahnfahrten zu verzichten. Aus Anteilnahme mit dem Volk von Nordkorea habe die Deutsche Bahn aber Weihnachten in diesem Jahr gestrichen und deshalb die Wagen 24, 25 und 26 aus allen Zügen entfernt:

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Von Daniel Völpel, Foto: Ulrich Völpel