Mursi denn zum Städtele hinaus

Kairo (dcv) – Ägsplosive Stimmung in Ägypten: Mehr als 20 Millionen Ägypter fordern den amtierenden Pharao Mohammed Mursi zum Rücktritt auf, während sich seine Anhänger weiterhin von ihm mitziehen lassen. Der Jahrestag der Präsidentschaft wird als der Tropfen angesehen, der den Nil zum Überlaufen bringen könnte. Die Militär-Eliteeinheiten der Hur-Garda unter dem Kommando der östereichisch-ungarischen Kaiserin Abdel-Fattah al-Sissi wurden in al-Armbreitschaft versetzt. Zentrum der Auseinandersetzungen dürfte erneut der Taksim- Tahrir-Platz werden.

Wie die Heuschrecken fallen die luxorientierten Gegner und die Anhänger Mursis aus dem sphinx-extremistischen Lager derzeit in Kairo ein. Ägypten-Ägsperten (Archäologen) erwarten wüste Auseinandersetzungen der beiden Gruppen. Selbst die Rückkehr der Mumie (Muammar al-Gaddafi) wird nicht ausgeschlossen.

Unterstützt wird Mursi von weitverzweigten Netzwerk der Vetternwirtschaft seiner zahllosen Geschwister, den sogenannten Mursi-Brüdern. Mu-rsi ist zudem wie sein Vorgänger Mu-barak und Ex-Außenminister Mu-ssa Mitglied der Rindviech-Dynastie. Dem weitverzweigten Clan gehören auch die Urahnin der Taliban Mu-llah Oma sowie der pakistanische Ex-Machthaber Pervers Mu-sharraf an. Mu-tti Merkel hat dagegen eingeheiratet.

Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten für den Präsidenten: Wie der Verband der Tränengas-Hersteller mitteilte, erhält Mursi im Monat Juli den Wanderpokal „Gasgranate des Monates“. Überreichen wird ihn die Granate des Juni, die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff. Sie hatte die Auszeichnung vor drei Wochen aus den Händen von Recep Tayyip Erdogan erhalten, dessen Bemühungen, die Auszeichnungen zurück an den Bosporus zu holen, damit vorerst erfolglos bleiben.