Jetzt schlägt´s Wilhelm XIII.

Wer in der Stadt Ditzingen so etwa 105 Jahre alt ist und Wilhelm heißt, der sollte mal in seinem Gedächtnis kramen. Na, dämmert´s? Denn dann wäre man so ab etwa 1913 in die Wilhelmschule gegangen, die im April 2013 ihren 100. Geburtstag feiern will. Dafür plant ein Festkomitee vor der geplanten Schließung der Schule noch schnell eine Festschrift und große Hurra-Feierlichkeiten. „Dazu benötigen wir Beiträge und Anekdoten aus Ihrer Schulzeit und natürlich auch Bildmaterial“, heißt es in einem Aufruf. Also Geschichten wie zum Beispiel die, als der Huber Franz damals 1926 aus Wut über den Versailler Vertrag die Fensterscheibe des Rektorats mit einem getrockneten Popel einschoss, oder wie 1962 der erste Gastarbeiter an der Schule vorbei lief und die Schulkrankenschwester daraufhin fünf Mädchen mit Riechsalz aus der Ohnmacht wecken musste. Auch Fotografien hat der eine oder andere Ehemalige sicher noch im Album. Man denke da an Motive vom Wandertag 1973 zur Autobahnbaustelle mit inoffiziellem Weitspuckwettbewerb von der Brücke auf die Helme der Arbeiter oder die Klassenfahrt 1977 zum Rheinfall, als Fräulein Schneider aus dem Boot kippte. All diese Erinnerungen sollte man im Sekretariat abgeben, die Originale bekommt man noch vor dem Ende der wilhelminischen Epoche zurück. Schließlich sind diese Anekdoten zu schade zum Vergessen, und die echten bestimmt auch!