In eigenartiger Sache

Aufgrund eines Schweizer Hackerangriffs sieht sich die Satiremanufaktur gezwungen, auf die dort erhobene Forderung einzugehen, eine Reihe von Fragen zu beantworten. Wir bitten unsere Leser, die folgenden Unnachahmlichkeiten zu entschuldigen!

bestblogawardWarum gibt es Deinen Blog?
Die Satiremanufaktur bedankt sich für die Chance, diese Frage beantworten zu dürfen. Es ist der Gründungsfamilie unseres Unternehmen seit drei Generationen ein Herzensanliegen, aus edelsten Zumutungen feiste, handgelachte Satire zu fertigen, um unsere exklusiven Kunden auf der ganzen Welt (außer Nordkorea, China, Türkei) zufriedenzustellen. Dafür stehen wir mit unserem Qualitätsverbrechen. Die Satiremanufaktur fühlt sich dem Gedanken der Nachhakigkeit verpflichtet und verzichtet daher zugunsten des elektronischen Weges darauf, ihre Produkte auf Papier zu vertreiben. Wie war nochmal die Frage?

Welcher Deiner Blogbeiträge war am erfolgreichsten und was glaubst Du woran das lag?
Die Satiremanufaktur schätzt jeden einzelnen seiner Mitarbeiter und deren Beiträge gleichermaßen. Sollten dennoch einzelne Produkte bei unseren explosiven Kunden auf der ganzen Welt (außer Nordkorallen, Chifahrer, Türkeier) bevorzugt nachgefragt werden, so ist dies für uns Lob und Ansporn zugleich, noch kompromissloser an unserer Qualität zu arbeiten. Wie war nochmal die Frage?

Über was würdest Du nie schreiben?
Über … wieder Krieg – außer, wenn’s ein kleiner ist. Lassen Sie mich jedoch betonen, dass die Satiremanufaktur ihre Ironischen-Stellung als Auftrag versteht, unseren exaltierten Kunden auf der ganzen Welt (außer Nordproleta, Chiund, Türkeil) auch jene Spottartikel in bewährter Satiremanufaktur-Qualität zur Verfügung zu stellen, die die Discounter satirischer Massenware nicht oder nur minderwertiger Qualität liefern. Ich sage das bewusst  auch zum bevorstehenden Jahrestag der schlechten Falschmeldung am 1. April.

Und worüber würdest du gerne mal bloggen, bzw. was erleben?
Die Satiremanufaktur freut sich über jeden Themenwunsch unserer exponierten Kunden weltweit (außer Nordikea, Chinin, Türkhenne) und ist stets bemüht, alle Themen mit konstanter Freude zu bedienen. Wir erzählen jedoch kein Geheimnis, wenn wir verraten, dass wir planen, unser Sortiment auf die Straße auszuweiten. Denn dort liegen bekanntlich die Themen. Wie war nochmal die Frage?

Welche Themen sind in Blogs oder im Journalismus unterrepräsentiert und verdienen
mehr Beachtung?
Unsere Manufaktur betrachtet mit wachsender Sorge, dass Berichte über das Bermuda-Dreieck, den Yeti, UFO-Sichtungen und die heilsame Wirkung von Radioaktivität kaum noch ihren Weg in die Öffentlichkeit finden. Für uns ist dies Mahnung und Ermunterung zugleich, diese Themen wieder mehr ins Bewusstsein zu rufen, nicht nur bei unseren expansiven Kunden weltweit (Russland, USA, Schottland).

Welche Blogs liest du am liebsten und warum?
Als Satiremanufaktur freuen wir uns zu erfahren, dass es noch andere Blogs in diesem Internetz gibt – und sogar gleich mehrere. Wie begrüßen diese Vielfalt, ist sie für uns doch Herausforderung und Ansporn zugleich, unsere Produkte weiter im Sinne unserer explorativen Kunden in der weiten Welt (außer Nordkopulea, Chisco und Tüddelei) zu optimieren.

Was bedeutet das Bloggen oder generell das Internet für Dich?
Wir als Satiremanufaktur begreifen das Internet als Chance und Gelegenheit zugleich. Jegliche Blogkonfrontation lehnen wir ab. Wie war nochmal die Frage?

Welches Vorurteil über Blogger oder Journalisten ärgert Dich am meisten?
Als Mitglied im Verband satireproduzierender Unternehmen treten wir gegen das Vorurteil ein, Journalisten und Blogger würden Giraffen und Eisbärenbabys verspeisen, um mit deren magischen Kräften ihre Informationen mittels Gedankenübertragung aus hohlen Bäumen zu beziehen. Dank unseres unermüdlichen Einsatzes ist dieses Vorurteil praktisch ausgerottet.

Wenn du ganz viel Zeit hättest – was würdest du als erstes tun?
Als verantwortlicher Geschäftsführer der Satiremanufaktur würde ich als erstes meine Uhr ablegen.

Du hast drei Wünsche frei, welche sind das?
Wir als Satiremanufaktur würden uns freuen, noch öfter mehr solcher Fragen für unsere extremen Kunden rund um den Globus beantworten zu dürfen – insbesondere in Nordkorea, China und der Türkei. Dies wäre uns Wunsch und Erfüllung genug.

Von Daniel Völpel