Haufenweise eingetütet

Kaum schlagen die Bäume um sich, kaum schießen die Pflanzen scharf aus der Erde, gibt es haufenweise Ärger. Denn mit der Aussaat beginnen wieder die Hundstage, an denen Wiesen und Felder nicht mehr betreten werden dürfen – weder von Menschen, noch von ihren Hundertschaften von Hunden, weil vor allem letztere in der Flur oft exkremente Arbeit leisten. Gerade im Gemüse und Salatanbau werde es für den Verbraucher „unappetitlich, wenn der Kot nicht beseitigt wird“, weisen die Kommunen derzeit ihre Bürger auf die „Kotaufnahmepflicht“ hin. haufenweise-eingetutet1

Warum Hundebesitzer den Kot aufnehmen müssen und ihn nicht in einem Mülleimer ablegen dürfen, können wir als wurstige Kolumne erklären. Es liegt daran, dass nicht nur beim Kohl gilt: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“ Noch entscheidender ist nämlich, dass Herrchen und Frauchen die Vierpfünder ihrer Vierbeiner nicht auf der Erde liegen lassen, wie die Gesetzeslehre von den letzten Hinterlassenschaften besagt. Denn weiter heißt es: „Der Gesetzgeber hat für dieses Problem Vorsorge getroffen“ und „empfindliche Ordnungsstrafen“ von bis zu 15 000 Euro angedroht, wenn empfindliche Nasen von ordnungswidrig abgelegtem Kot belästigt werden. Selbst ein Schild „Achtung, schissiger Hund!“ schützt vor Strafe nicht. Die Hände muss man sich mit den Produkten unter der Rute dennoch nicht schmutzig machen – dem großzügigen „Hundekottütenspender“ sei Dank.

Illustration: Margit Völpel; Text: Daniel Völpel