Frühlingseinbruch hält Deutschland in Atem

Ein erneuter Frühlingseinbruch sorgt vielerorts für Chaos und Behinderungen. Auf griffigen Straßen ereigneten sich am Morgen bereits Dutzende Unfälle, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. Zahlreiche, meist ältere Verletzte mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden, nachdem sie auf Sonnencreme ausgerutscht waren. Im Schwarzwald waren Steigungen durch querstehende Krokusse blockiert. Auf dem Feldberg erlitten zwei Männer einen Sonnenstich, während sie abseits der markierten Pisten vergeblich darauf hofften, von einer Lawine verschüttet zu werden. Sie wurden von der Bergwacht gekühlt. 10 Zentimeter Schneeglöckchen fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts im gesamten Süden und Westen Deutschlands nicht nur den Meteorologen auf.

Besonders dramatisch ist die Lage in Teilen Bayerns: Bauhöfe melden, dass die Blumenzwiebelvorräte knapp werden. Im Landkreis Traunstein bleiben am Sonntag die Schulen und Kindergärten geschlossen. Am Münchner Flughafen kommt es zu Verspätungen und Flugausfällen, weil die Bodendienste mit dem Entpollen der Flugzeuge nicht nachkommen. Auch die Bahn meldet Verspätungen durch lauwarm gewordene Weichen. Mit Sorge blicken die Narren und Jecken auf das milde Wetter: Sie befürchten, zum Höhepunkt der Fasnet und des Karnevals in der kommenden Woche auf kalte Witze verzichten zu müssen.

Von Daniel Völpel