Friedrich unter unappetitlichem Verdacht

Berlin (dcv) – Die Staatsanwaltschaft Berlin will gegen den ehemaligen Schutzpatron der Bauern Hans-Peter Friedrich (CSU) ermitteln. Der zurückgetretene Landwirtschaftsminister steht im Verdacht, sein Amt dazu missbraucht zu haben, dem SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy Bilder von jungem Gemüse, frechen Früchtchen sowie nackten Milch- und Getreideprodukten in eindeutigen Posen beschafft zu haben. Letztere sollen angeblich sogar in Weizenhäusern entstanden sein. Auf den Abbildungen sollen nach Recherchen von Boulevardmedien auch entblößte rumänische Äpfelchen, vollreife Apfelsinen sowie pralle Melonen und Milchtüten zu sehen sein. Einige der Bilder zeigten Pfirsich- und Orangenhaut, andere gezwiebelte Gurken und rasierte Kiwis beim Tanz an der Laugenstange. Als besonders verwerflich diskutiert werden Abbildungen von neun bis 13 Monate alten Käselaiben. Diese Bilder sind bislang nicht verboten, selbst wenn die Löcher erkennbar sind.

Das Bekanntwerden des Falls hatte in den vergangenen Tagen zu einer öffentlichen Debatte darüber geführt, ob nicht nur Food Porn sondern auch der Handel mit Fotos von Food Posing unter Strafe gestellt werden sollte. Der Ex-Minister kommentierte die Ermittlungen unwirsch: „Alles Käse.“ Unterstützung erhält er von Parteifreunden: „Diese Pflaume ist eine so faule Tomate, dass ihn höchstens der Hafer sticht“, äußerten Vertraute hinter vorgehaltener Banane.