Die Fleischeslust der Zucchinophilen

Wer glaubt, mit zarten Schenkeln oder saftigen Lenden Fleischeslust wecken zu können, ist kraut gewickelt! Denn die tierische Organisation PETA sucht bis zum Ende des Monats „Germany’s Sexiest Vegan„. Ob sie zucchinophil sind, sieht man den Leuten zwar nicht an, aber dennoch heißt es jetzt in der Kategorie „Frau“ die Melonen zur Geltung bringen (Abbildung ähnlich), um die Vorjahressiegerin Erika Rosine Margerite zu beerben. Die Gurkenkrümmung spielt in der Kategorie „Mann“ keine Rolle. gsvHauptsache sexy Nüsse, dann hat man gute Chancen, den Titel zu holen und damit Nachfolger von Otto Chili zu werden. Wer sich nicht genau einordnen möchte, ob er Tier oder Pflanze ist, der kandidiert in der Rubrik „Offen„.

Egal in welcher Kategorie, das Voting entscheidet, mit wem gut Kirschen essen ist, Kartoffelnase hin oder her. Man muss nichts in der Birne haben oder Süßholz raspeln können. Ob mit Pfirsich- oder Orangenhaut, Hauptsache kollagenfrei, lautet die Devise. Die Finalauswahl zeigt: Die Trends dieses Jahres sind Tomaten auf den Augen und an der Hüfte Bananen.

Dicke Eier schieden von vornherein aus (siehe Bild), Landjäger ebenso. Von der Teilnahme ausgeschlossen waren auch Frankfurter, Wiener, Kassler und Lyoner. Biss zur Entscheidung hilft ohnehin nur noch beeten. Die Verlierer müssen sich den Radicchio von unten anschauen – haben aber im nächsten Jahr eine neue Chance, egal ob Bohnenstange oder Erbsenzähler. Wenn man es schafft, Wolllust zu erwecken, ohne vom Leder zu ziehen, ist man dabei!

Wer nun dinkelhaft glaubt, das sei alles Käse, der sollte selbst eine Weile aller tierischen Lebensmittel erdbeeren, meint der Avocado diaboli. Der wird mais schnell merken, dass vegan essen nicht zitrone ist und lauch mit dem Paradieschen wenig zu tun hat. Ährenwort!

Von Daniel Völpel