Deutschland stöhnt unter Witzewelle

Berlin (dcv) – Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn und knapp drei Wochen bevor die bunten Wahlblätter fallen, ächzt Deutschland unter einer beispiellosen Witzewelle. Grund dafür sind die beiden sich gegenüberstehenden Tiefs „Angela“ und „Peer“, die massenhaft heiße Luft nach Mitteleuropa schaufeln, erklärte der Diplom-Meteorologe Reiner Unsinn vom Europäischen Wetterdienst in Limerick.

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Krankenhäuser melden zahlreiche, meist ältere Patienten, die mit unspezifischen Scherzsymptomen (Morbus Schlandkette), Schüttelreim, Sarkasmen oder Lachkrämpfen eingeliefert werden. Vor allem die Zentren zur Humorbehandlung sind komplett ausgelastet. Stellenweise wurden mehr als 30 Kalauer im Schatten gemessen.

Zur Vorbeugung gegen die Witzlosigkeit empfiehlt der Allgemeinplatzmediziner Dr. Ulk Possenreißer aus Hamburg regelmäßiges Schenkelklopfen und ein feuchtes Tuch im Schabernacken. Zur Abkühlung könne man sich mehrmals täglich einen Flachs durch den Kakao ziehen. Zudem sollte man häufiger den Jokus aufsuchen. „Auf Ausdauerspott sollte man dagegen möglichst verzichten“, rät Possenreißer.

Wer es dagegen kühler möchte, dem bleibt derzeit nur ein Wochenendtrip an die Pointe oder in die Narretei, erklärt Hans Wurst-Schindluder vom Reisebüro Komisch aus Jux. „Dort herrschen um diese Jahreszeit ähnlich angenehme Bedingungen wie an der ironischen Küste.“

Ansonsten hilft nur abwarten, meint der Meteorologe. Denn laut Unsinn ist am 23. September Schluss mit lustig.