Dein Freund und Yelper

„Tädäää!“: Mit dem neuen Sirenensignal „Yelp“ nach US-Vorbild und hollywoodtauglichem „Wiuwiuwiu“-Klang will die Stuttgarter Polizei künftig Autofahrer stoppen, um sie zu kontrollieren. Das „Blink, blink“ auf dem Dach bleibt wie es ist, wird aber um „Blitz, blitz“ ergänzt. Sollte der „Yelp“-Versuch erfolgreich verlaufen, folgt als nächstes „Poff“, das neue Schlagstockgeräusch gegen Randalierer. Autofahrer, die eine Straßensperre durchbrechen, werden mit „Boing“ gestoppt, gefolgt von „Kawumm“, zweifachem „Klick“ und einem „Zonk“ vom Richter.

Schießwütige Bankräuber bekämpfen die Polizisten dagegen weiterhin mit dem bewährten „Peng, Peng“. Das Signal „Rrrooarr“ bleibt der Motoradstaffel vorbehalten, „Wwwwwiiii haaa“ der berittenen Polizei und „Oooh, uuuhh, jaaa“ den verdeckten Ermittlern des Sittendezernats.

Wer angesichts dieser Sicherheitsstrategie „Tock, tock, tock“ denkt, der sollte sich „Aha“ klar machen, dass diese Art der Ansprache die meisten Bürger mit „Uff“quittieren. Denn das übliche „Woher kommen Sie, wo wollen Sie hin, Ausweis und Papiere, haben Sie getrunken, hauchen Sie mal ihre Telefonnummer, der Erste-Hilfe-Kasten ist abgelaufen, Sie wissen aber schon, dass Sie für die Bombe einen Transportgenehmigungsnachweis brauchen, sind Sie mit einer mündlichen Verwarnung einverstanden?!“ sorgte meist für ein „Hääää?“. Wer glaubt, das Konzept produziere viel „Krrraach“ um heiße „Pfffft“, der sollte „Grübel, grübel“, dass „Klapper, klapper“ selbst zum „Tatüütataa“-Handwerk gehört, „zwinker, zwinker“!

Von Daniel Völpel