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Kategorie: Völpels Tölpel

Ohne Worte…

Von: Daniel Völpel

Keine Medien zu verzollen

20141015_094606rAn die „3,25 Zoll“-Diskette erinnern gleich sieben Redakteure der Stuttgarter Zeitung im Rahmen einer Computer-Serie. Eine besonders exklusive Geschichte mit sieben besonders außergewöhnlichen Geschichten, denn die „3,25 Zoll“-Diskette wurde weltweit nur dieser Redaktion verwendet! Auf der Titelseite trägt man bekanntlich gerne etwas dicker auf, deshalb ist sie dort zwei Zoll größer:

20141015_100456rAls weitere Teile dieser Serie südwestdeutschen Qualitätsjournalismus‘ sind geplant: die 20 schönsten Ferienerlebnisse mit der CD-Ram, 40 Journalisten schildern ihren emotionalsten Moment beim Spielen mit dem Dreckball, eine Sonderbeilage zur verzweifelten Suche nach dem W-Lan-Kabel sowie eine Bilderseite mit Darstellungen der kuriosesten USA-Sticks.

Die Leser können sich beteiligen, indem sie Familienfotos einsenden, die mit dem Nadelstreifen-Drucker gedruckt wurden. Tippen sollten sie die Beschreibungen dazu natürlich auf einer Quartz-Tastatur, damit sie das Vertriebssystem NS-DAS auch verarbeiten kann, ohne den Penitentium-Prozessor zu überlasten. Nur so wird die Geschichte des Elektroschrotts zur antiquierten Ware!

Ach ja: Ausgesehen hat die Stuttgarter „3,25 Zoll“-Diskette übrigens wie jede handelsübliche mit einem Viertel Zoll mehr:

20141015_094606Von Daniel Völpel

Halb debil

Als „Halbwesen“ hat die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff durch künstliche Befruchtung entstandene Kinder beschimpft und die Methode bei einer Rede in Dresden „widerwärtig“ genannt. Für die Halbhirnträgerin sind jene Kinder „halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas“. Während sich halb Deutschland wundert, welche Halbverrückten Büchner-, Bachmann- und Kleist-Preise bekommen, reagierte der Verband der Hobbits in Deutschland empört. „Wir sind zwar Halblinge, aber wir verwahren uns dagegen, als Weißnichtwas beleidigt zu werden“, erklärte ein Sprecher der Harfüße.

Unterstützung für ihre Halbwahrheiten erhielt Lewitscharoff dagegen vom bayerischen Halbkaiser Horst Seehofer. Der CSU-Vorsitzende engagiert sich nach eigenen Angaben seit Jahren persönlich dafür, dass keine Frau in Deutschland künstlich empfangen muss. Auch die halb organisierten Gegner des baden-württembergischen Bildungsplans für sexuelle Toleranz an Schulen sprangen der Literatin halbherzig bei: „Wer seine Kinder künstlich macht, macht sie auch schwul“, hieß es im offiziellen Nachrichtenorgan für halb Debile „politically incorrect“.

Auf ein geteiltes Echo stieß auch die halbgare Forderung der Schriftentstellerin, Selbstbefriedigung zu verbieten. Die Gewerkschaft der Polizei erklärte: Ein Onanieverbot sei ohne zusätzliche Stellen bei der Vekehrspolizei nicht zu überwachen. Außerdem befänden sich auch in den Reihen der Ordnungsverhüter einige überzeugte Wichser. Die Piratenpartei wandte sich strikt gegen ein Verbot der Onanie: „Wo sollen unsere Mitglieder bitteschön Sexualpartner finden?“, zeigte sich Parteichef Thorsten Wirth entsetzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnte eine Stellungnahme ab. Bei diesem Thema erwische man sie mit heruntergelassenen Hosen, erklärte ihr Sprecher.

Casual-Dating-Agenturen und der Verband Deutscher Puffbesitzer begrüßten dagegen den Verbotsvorstoß. „Wir können die öffentliche Erektion nicht verstehen“, sagte Halbweltkönig Jürgen Rudloff. Er wäre allerdings nach eigener Aussage froh, er hätte noch ein paar Halbwesen mehr, die er als Türsteher engagieren könnte.

Von Verlagen, Schriftstellerkollegen, Vertretern des Literatur- und Kulturbetriebs waren dagegen bislang keine Stellungnahmen zu erhalten. Da es bereits aufs Wochenende zugeht, haben sie alle Hände voll in der Hose.

Von Daniel Völpel

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