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Kategorie: Allgemeinheiten

Kriegsbegeisterung so groß wie seit 1914 nicht

Acht Wochen nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine erreicht die Kriegsbegeisterung in Deutschland einen Hochstand. Das zeigen die Zahlen des aktuellen Deutschland-Trendbarometers. Auf die Frage “Wenn Deutschland am Sonntag Russland endlich den Krieg erklären würde, würde ich als Erstes…” antworteten:

  • 89% …Toilettenpapier kaufen (+/-0)
  • 85% …”hurra!” rufen (+15%)
  • 44% …die Kriegsflagge hissen (+8%)
  • 34% …mich für den Spaziergang nach Moskau freiwillig melden (+16%)
  • 22% …meine (schweren) Waffen aus dem Keller in den Garten schaffen, den Webergrill in Sicherheit bringen und Stellung beziehen (+4%)
  • 14% …mich mit Pogromen für den Kampf aufwärmen (Synagogen, Moscheen, SPD-Ortsvereine…)

Dabei konnte man auch mehreren Antworten zustimmen. Ähnlich hohe Zustimmungswerte hatte es zuletzt im Sommer 1914 gegeben, also kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Dass der Feind auch dieses Mal im Osten zu suchen ist, davon zeigt sich ebenfalls eine große Mehrheit überzeugt. Die Aussage “Den Russen sollte man es…” ergänzten:

  • 78% …jetzt aber mal endgültig zeigen
  • 11% …so richtig zeigen
  • 6% …ziemlich zeigen
  • 5% …lieber nur ein bisschen zeigen

Was die Deutschen von ihrem Land erwarten, daran lassen sie also keinen Zweifel. Auf die Frage, wann der erste deutsche Leopard-Panzer auf dem Roten Platz stehen sollte, antworteten:

  • 64% …innerhalb von 30 Tagen
  • 22% …innerhalb von 60 Tagen
  • 10% …um das Klima zu schützen, sollten die Soldat*innen öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • 4% …ein Bundeswehr-Leopard ist fahrbereit?

Dass die Menschen dabei aus der Vergangenheit gelernt haben, zeigen die Antworten auf die nächste Frage. Wir wollten wissen: “Ist Polen auf dem Weg nach Russland im Weg?” Darauf antworteten:

  • 42% welches Polen?
  • 23% weniger als letztes Mal
  • 21% nicht, wenn die Feuerwehr Frankfurt (Oder) der Bundeswehr den Weg freimacht
  • 14% nein, es dient zum Aufwärmen

Da die Ampelregierung mit der Kriegserklärung derzeit noch zögert, wollten wir wissen, welche zusätzliche Aufrüstung für die Ukraine sich die Menschen wünschen. Auf die Frage “Was sollte Deutschland der ukrainischen Armee bereitstellen?” antworteten:

  • 26% …Leoparden
  • 22% …Marder
  • 21% …Geparden
  • 18% …Hermeline
  • 16% …Blesshühner
  • 15% …Giraffen
  • 14% …Koalas
  • 10% …Siebenschläfer
  • 8% …Dreizehen-Faultiere
  • 6% …Blaue Wittlinge
  • 6% …seidige Glanzrüssler
  • 4% …Kellerasseln

Auch hier waren Mehrfachnennungen möglich. Insgesamt scheint in der Gesellschaft nach zwei Jahren Corona-Pandemie wieder Zuversicht die Oberhand zu gewinnen. Auf die Frage “Wäre uns ein Sieg sicher?” antworteten:

  • 46% …mit den USA als Verbündetem sorgt man todsicher für Frieden und Freiheit: Korea, Vietnam, Balkan, Somalia, Irak, Afghanistan, Syrien…
  • 28% …jeder Schuss ein Russ’!
  • 14% …hat Deutschland jemals einen Krieg verloren?
  • 8% …ich tippe auf unentschieden
  • 4% …am Ende gewinnt immer die Zivilbevölkerung – so nennt man doch die, die Waffen verkaufen, oder?

Schauen wir zum Schluss des aktuellen Deutschland-Trendbarometers auf die Top Ten der beliebtesten deutschen Generäle auf einer Skala von -5 bis +5. Hier hat sich wenig getan:
Auf Platz zehn mit -1,2 steht weiterhin der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn. Davor mit -1,0 der General Bergfrühling.
Der im Januar als Inspekteur der Marine entlassene Admiral Kay-Achim Schönbach kommt auf -0,9. Wir erinnern uns, er hatte an der Fähigkeit der Ukraine gezweifelt, die Krim zurückzuerobern.
Es folgen mit -0,8 der General, der in der ARD die gute alte Zeit beschwört, und mit -0,6 der ZDF-General, der Matthias Fornhoff zur Begrüßung anbrüllt.
Etwas verbessert hat sich General Georg Klein auf +0,2. Dessen Durchgreifen in Kundus 2009 als damaliger Oberst sehen heute wohl mehr Menschen als militärische Entschlossenheit an.
Auf immerhin +0,3 kommt der General-Anzeiger Bonn. Mit +0,8 recht positiv beurteilen die Deutschen General Karl-Theodor zu Guttenberg, obwohl dieser seinen Generalsrang abgekupfert hatte und eigentlich Stabsunteroffizier ist.
Der militärische Staathalter Deutschlands in Moskau, Holger de Groot, kommt auf +1,2. Auf Platz eins steht weiterhin unangefochten mit +3,2 Generalfeldmarschall Erwin Rommel.

Alle Angaben sind wie immer ohne Gewehr!

Von Daniel Völpel

Corona ab sofort verboten

Beim Verschärfungstreffen zur Verschärfung der verschärften Anti-Corona-Verbieteritis haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (bald Rente) und die Mini*sterpräsidentinnen (div.) beschlossen, die Verschärfungen weiter zu verschärfen: Schwere Corona-Verläufe sind ab sofort verboten. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 150 bis 750 Euro. Über die konkrete Höhe entscheidet jedes Bundesland einzeln, wobei Sachsen-Anhalt per Protokollnotiz erklärt hat, nur 145 Euro verlangen zu wollen. Ebenfalls untersagt ist künftig der Aufenthalt auf Intensivstationen, um diese zu entlasten. In Mecklenburg-Vorpommern gilt dies auch für Überwachungsstationen. Berlin kündigte jedoch an, dieses Verbot vorerst nicht zu kontrollieren.

Die Grenzen zu freiheitlichen Demokratien sollen geschlossen werden. Außerdem greift ab dem 25. Januar eine Homeoffice-Pflicht für Pflegekräfte und Supermarkt-Angestellte: Jede Pflegerin nimmt dazu je einen alten Menschen mit zu sich nach Hause. Ebenso soll jede Kassiererin eine Auswahl an Lebensmitteln durch das Fenster ihrer Wohnung direkt an die Nachbarn verkaufen. Damit kämen Frauen ihrem eigentlichen Betätigungsfeld innerhalb der eigenen Wohnung wieder wesentlich näher, erklärte der bayerische Christfest-Fetischist Shrek Söder (CSU, natürlich). Private Treffen sind ab Montag oder so nur mit dem alter ego erlaubt. Lediglich Schizophrene dürfen zwei ihrer Persönlichkeiten empfangen.

Verschärfte Maskenpflicht: Raus geht’s nur mit Schnorchel oder Pressluft-Atmer. Foto: gestellt

Uneinig auseinander ging die Runde beim Thema Ausgangssperren zwischen 20 und 5 Uhr. Während einige eine Ausnahme für Kinder unter 14 Jahren forderten, drohte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (103) seinen Kollegen zwischen zwei Hustenanfällen mit Kriegsgericht und Scharfrichter, wenn sie nicht mitverschärften. Vom Tisch ist hingegen ein Stillstand der Industrie, da die Welt deutsche Dübel, Autos, Motorsägen und Waffen auch in Pandemiezeiten dringender benötige als gebildete Kinder oder fröhliche Alte ohne Angst, betonte Merkel. Darin seien sich alle Regierenden angesichts des Super-Wahljahres einig gewesen. Dementsprechend bleiben die Schulen so lange geschlossen, bis alle Kinder blöd genug sind, auch in Zukunft die Verbotswiederholungstäter widerspruchslos wiederzuwählen.

Klar ist hingegen: Beim Einkaufen am Wohnungsfenster der Supermarkt-Kassiererin sowie in Bussen und Bahnen müssen künftig Tauchermasken mit Pressluft-Atmern getragen werden. Alternativ sind auch Schnorchel erlaubt, sofern das obere Ende aus dem Fenster respektive über das Hausdach ragt. Damit finanziell Schwache die Anschaffung nicht überfordert, erhalten sie auf den Hartz-IV-Satz einen einmaligen Zuschlag von 83 Cent. Dieser muss allerdings versteuert werden.

Von Daniel Völpel

Politik im Voll-Lockdown

Sich für einen Monat in den Teil-Stillstand zu begeben, das hatten Bundeskanzlerin und Ministerpräsi*dentinnen für den November beschlossen. Konkret hieß das: angekündigte Hilfsgelder für Corona-Arbeitsverbotsbetroffene wurden erst einmal nicht ausgezahlt, hochwirksame Masken und Schnelltests für Heime und alte Menschen erst einmal nicht bereitgestellt. Geteilter Unterricht in den Schulen und Lüftungsgeräte für selbige stellten Politik und Verwaltung ebenso zurück, wie schärfere Regeln und Kontrollen an Arbeitsstätten vor allem in Produktionsbetrieben oder mehr Abstand in Bus und Bahn. Denn ein Handeln dort hätte womöglich zu einem fatalen Abflachen der zweiten Corona-Welle geführt, wie man bereits im Oktober aus den Statistiken der Infektionsorte ablesen konnte. Eigentlich aber wollte man ja aufmüpfigen Künstlern mal eines auswischen.

Und schließlich hatte alles im Frühjahr schon einmal gut funktioniert, als man Risikogebiete zu spät ausrief, Flugreisen ohne Kontrollen laufen ließ und sich fröhlich beim Superspreading-Event Fasching feierte – und die Zustimmungsraten für Wir-müssen-eigentlich-mehr-tun-aber-irgendwie-geht-es-nicht-Merkel und Ich-wäre-gern-Autokrat-bekomme-in-Bayern-aber-nichts-auf-die-Kette-Söder in ungekannte Höhen schnellten.

Nachdem nun Anfang Dezember gewünschte Effekt eingetreten ist, dass sich die Pflegekasse um mehrere Hundert Menschen am Tag erleichtert, haben Merkel, Müller, Söder und Co. beschlossen, ihre Politik möglichst rasch vollständig einzustellen, also in den Voll-Lockdown zu gehen. So wurde in dieser Woche bekannt gegeben, was nun über den Jahreswechsel alles verschoben werden soll: FFP2-Masken in den Apotheken für alle Seniorinn*en gibt es ab sofort zum Abholen – aber noch nicht gleich. Die Schulferien zu Weihnachten werden auf den 18.12. vorgezogen, beginnen aber – wie in Baden-Württemberg etwa – dann erst am 23.12.. Einzig an der Zahl der Coronafälle in Alten- und Pflegeheimen will man weiter arbeiten. Sie ist gerade einmal doppelt so hoch wie vor einem dreiviertel Jahr zu Pandemiebeginn. Dass eine so geringe Steigerung eines Industrielandes wie Deutschland unwürdig sei, hierin sind sich die Regierungschefinnen und -chefs in Land und Bund einig.

Ein Bürger erfüllt seine demokratische Pflicht so, wie die Politik es sich vorstellt.

Damit die Bevölkerung nicht das Gefühl bekommt, sie profitiere gar nicht von der politischen Auszeit, darf sie bis zum 10. Januar das Haus nicht mehr verlassen und hat offiziellen Befehl, sich den ganzen Tag mit Pro7Sat1RTL2Vox den Verstand weichzukochen (Foto). Schließlich wählt Deutschland im Jahr 2021 diverse Landtage und am 26. September einen neuen Bundestag. Und die dort Aussitzenden möchten ihre Schlafwagen-Card 100 gerne behalten. Wehe dem also, der in der Silvesternacht eine Rakete zündet!

Von Daniel Völpel

Golfen für alle!

Corona-Einschränkungen bringen die Menschen um Freizeit und Vergnügen? Von wegen! Folgendes bleibt in Baden-Württemberg auch im November 2020 hochoffiziell geöffnet: GolfplätzeYachthäfenTennisplätzeSportflugplätzeReiterhöfeHundeschulen und -salonsSonnenstudiosVeranstaltungen bei Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften (dazu gehören z.B….

Geist aus dem Ball

Ganz Deutschland atmet auf: Endlich wieder ohne Maske auf den Boden spucken! Endlich Samstagsnachrichten ohne Relevanz! Einen Grund zum Grölen beim Trinken! Die Fußball-Bundesliga startet aus der Coronapause. Wochenlang waren…

Es gibt auch gute Nachrichten!

Entspannung auch dort, wo die Sonne nicht hin scheint: Aktien werden zum günstigen Ersatz für Klopapier! Von Daniel Völpel

Dank Dieselkrise: Bootsflüchtlinge kehren um

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