Bruchlandung im Uran

Moskau (dcv) – Beim Absturz eines Meteoriten sind am Freitagmorgen in Russland rund 500 der insgesamt 840 Insassen verletzt worden, davon fünf schwer. Nach Angaben der russischen Luftfahrtbehörde hatte sich der Meteotrit vom Typ Illiuschin-KOM („Klumpen“) im Anflug auf die Provinzhauptstadt Uran befunden. Aus noch ungeklärter Ursache zerbrach er dabei in mehrere Teile, die jedoch jeweils einzeln landen konnten. Der KOM der privaten russischen Fluglinie Urair war am frühen Freitag auf Mallorca gestartet.

Ob tatsächlich Gebäude beschädigt wurden, wie es in ersten Meldungen hieß, ist derzeit unklar. Der russische Zivilschutz prüft noch, wie viele Häuser und Fahrzeuge bereits vor dem Unfall aussahen, als hätte ein Meteorit eingeschlagen.

Derzeit suchen die Sicherheitsbehörden fieberhaft nach den Flugschreibern des Klumpens. Von den Aufzeichnungen erhoffen sie sich weitere Hinweise zur Ursache der Bruchlandung. Die Piloten überlebten das Unglück leicht verletzt. Sie sind noch nicht vernehmungsfähig, sollen aber entgegen den russischen Luftfahrtvorschriften nicht betrunken gewesen sein.