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Schlüpfer-Krise eskaliert

Einen Tag, nachdem in der Ukraine Victor’s Secret Police des Staatspräsidenten Janukowitsch begonnen hatte, die Proteste der Opposition um den Boxershorts-Weltmeister Vitali Klitschko gewaltsam zu beenden, droht der Konflikt um unförmige Unterwäsche auf die Nachbarn drunterzugreifen. Hintergrund ist der lange Satin des Kommunismus, wonach es auch in Russland, Kasachstan und Weißrussland verboten werden soll, Schlüpfer mit weniger als sechs Prozent Baumwolle zu importieren. Mit einem Ruck wären damit sämtliche Spitzen-Höschen am Boden. Denn auch Herstellung und Handel der heißen Ware sollen bestraft werden, um die Bürger aller Negligees zum Trotz wieder in das Korsett der Sowjets zu zwingen.

Während sich Kasachinnen aus Protest entleibchen, öffentlich Tangas auf den Kopf ziehen und dafür von der Polizei durch die Mangel gedreht werden, demonstrieren die Russen auf ihre Weise: Unter dem Motto „Lieber tröten als Liebestöter“ lassen zahlreiche Menschen in Moskau und anderen Städten ihre Winde öffentlich lautstark durch den Slip pfeifen. Zur Strapse gibt’s von der Polizei auf die Feinrippe. Wenn die Proteste nicht aufhörten, drohe ein absoltes Büstenhalterverbot, microfaselte der Polizeichef von St. Petersburg Monokinis Corsagekov. Notfalls werde er Chemise-Waffen einsetzen. Ihm selbst werden jedoch Polyester-Verbindungen zur Strumpfbande und Verstrickungen in den Babydoll-Skandal nachgesagt.

Bei der zuständigen Eurasischen Wirtschaftskommission hinterlässt die Schlüpfer-Krise erste Bremsstreifen. Sie will einen Unterhosen-Suchungsausschuss einrichten. Der soll noch einmal genau hinschauen, ob man die geplanten Verschärfungen stringent anziehen oder elastanpassen müsse.

Von Daniel Völpel