Bioliven oder Schnellfeuerbohnen?

Immer mehr Bio-Lebensmittel landen unverdaut in den Mägen der Deutschen, wie eine Untersuchung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ergeben hat. Dies habe zur Folge, dass die einheimischen Erzeuger den Bedarf an ungespritzem Obst (Bild) nicht mehr decken könnten. 80 Prozent des jungen Gemüses kommen inzwischen aus Osteuropa, jeder zweite Bioapfel ist eine Möhre, jede dritte Banane krumm, so das erschreckende Ergebnis der Studie.

pb0765141

Die Folge: deutsche Bauern bleiben immer öfter auf konventionellen Äpfeln der Sorten „Pesti Zmith“ und „Basfkoop“ sitzen. Und für den Bioliven-Anbau ist der Klimawandel selbst in der Rheinebene noch nicht weit genug fortgeschritten.

Besser geht es den heimischen Autobauern. Auf ehemals ökologischen Feldern erzeugte Bi(turb)o-Kisten erfreuen sich einer ungebrochen hohen Beliebtheit. Auch die mit reinem Schwarzwaldwasser gedängelten Schnellfeuerbohnen bleiben ein Exportschlager. Weil sie direkt vom Häcksler an den Koch gehen, lassen sich mit ihnen Querulanten weltweit einfach am besten zwiebeln und biologisch abbaubar machen.

Während die Verbraucher den Bio-Leckerbissen immer öfter zusprechen, sinkt die Nachfrage nach Biolek-Ergüssen. Auch dafür haben die Forscher der Universität Bonn aber eine Erklärung: Es könne nicht für alles ein Bio top geben, selbst wenn es Bio logisch erscheine.

Von Daniel Völpel